03.09.2009

Die Linke Dachau spricht sich entschieden gegen Monopole in der Landwirtschaft aus
Das Patentieren von Allgemeingut, wie es die Tiere und Pflanzen immer waren, gefährdet die Unabhängigkeit der Landwirte und der Bürger.
Nach Meinung von Fridolin Brandt, dem Bundestagskandidaten der Linken sind Genpatente darüber hinaus eine Gefährdung der Schöpfung. Es wurden von den Forschern und den an deren Ergebnissen interessierten Unternehmen immer wieder Pandorabüchsen geöffnet, deren Fluch das Leben auf dem Planeten bedrohen. So ist es mit der Atomindustrie, mit der Chemieindustrie und ist für die Verwertung der Gentechnik nicht anders zu erwarten.
Nicht zu unterschätzen ist die wirtschaftliche Gefahr, die von der Gentechnik und den Genpatenten ausgeht.
Diese Patente erstrecken sich nicht nur auf Verfahren und die Methode, sondern auch auf damit erzeugte Saaten und Pflanzen, auch wenn diese weiter gekreuzt und vermehrt werden.
Hier ist die wahre Dimension des von Patenten verursachten Problems erkennbar.
Mit Hilfe von Patenten auf einfache technische Verfahren sind Patentinhaber fähig Ansprüche auf die genetischen Ressourcen selbst abzuleiten. Spätestens hier ist erkennbar, wie die Schöpfung selbst als Patent von Unternehmen beansprucht wird.
Durch die große Reichweite der Genpatente ergibt es sich, dass Ansprüche auf Pflanzen oder Tiere gestellt werden. Auch in diesen Fällen fällt jede weitere Nutzung des Saatguts, der Pflanzen unter das Patent.
Somit sind direkten Abhängigkeiten für Landwirte, Züchter und Hersteller absehbar.
Unser Landwirte werden nicht nur mit unfairen Erzeugerpreisen sondern auch mit unfairen Rechten in ihrer Unabhängigkeit und Existenz bedroht.
Die LINKE erkennt diese Gefahren aus dem Wesen des kapitalistischen Wirtschaftssystem, in dem der Mensch dem Mensch ein Wettbewerber und kein Bruder mehr ist. Mit der Beseitigung des unfairen Wirtschaftssystems werden weder die freien Bauern in Kolchosen noch die freien Unternehmer in Kombinate überführt. Sie werden aber die Bedrohung durch das lebensfeindliche Wirtschaftssystem verlieren.
23.08.2009

die Molkerei "Berchtesgadner Land" stellt auf Milch aus gentechnikfreier Fütterung um. Solche Aktionen sind von großer Bedeutung für die Zukunft einer gentechnikfreien Lebensmittelversorgung. Vor diesem Hintergrund ist für Sie vielleicht auch der Streit zwischen Greenpeace und der Molkerei Weihenstephan von Interesse:
Hier mehr dazu
Die Zahl der Molkereien in Deutschland nimmt aufgrund des starken Rationalisierungsdruckes in der Landwirtschaft seit vielen Jahren kontinuierlich ab (von ca. 860 um 1976 auf zur Zeit ca. 100). Diese Entwicklung hat viele Facetten. Welche Konflikte hieraus entstehen können und wie die Wiederbelebung des genossenschaftlichen Gedankes und ein regionaler Focus hier eine Wende bringen kann, zeigt z.B. der Artikel "Erste Sahne" über die Upländer Molkerei www.natur.de
Hier noch einen Link auf die aktuelle PDF-Version des bekannten Greenpeace-Einkauf-Ratgebers, der die Molkerei Berchtesgadner Land noch mit gelbem Smiley führt:
Smiley
Die erwähnte Upländer-Molkerei hat dort übrigens den grünen Smiley, Weihenstephan den roten.
Zum Thema Fütterung mit gentechnisch veränderten Futtermitteln lesen
Sie mehr z.B. unter
oder bei dem im Anschreiben von Berchtesgadner Land genannten
Passauer Mischfutterhändler Josef Feilmeier, der sich seit langem
sehr intensiv für eine gentechnikfreie Landwirtschaft einsetzt:
http://www.feilmeier-mischfutter.de/
Futtermittel ohne Gentechnik
Schleissheimer Aktionsbuendnis für gentechnikfreie Lebensmittel
Martin Kluge - martin_kluge@gmx.de
www : http://muenchen-surf.de/schleissheimer-aufruf
fon : 089 / 32120090
post: Edith-Stein-Str. 14, 85716 Unterschleißheim
Nachtrag
Die Molkerei Weihenstephan ist ein Unternehmen von Müller Milch![]()
Müller Milch ist eine der größten Molkereigruppen in Europa.
Der Firmenpatriarch Theo Müller lebt aus steuerlichen Gründen lebt Theo Müller in der Schweiz.
Müller Milch ist ein Radikalkapitalistisches Unternehmen und gefährdet mit seiner Unternehmenspolitik die Existenz der Milchbauern.
A. Mende
21.03.2009
Bei der Kontinuität in der Politik der Agenda-SPD verwundert es nicht, dass Die Forderung von Oskar Lafontaine bei der großen rechten Volkspartei SPD und den Arbeitgeberverbänden scharfe Kritik ausgelöst hat. Frau Nahles beweist, daß es nur eine linke Partei im Bundestag gibt und macht deutlich, warum es DIE LINKE gibt.
Die SPD Vize will den Mindestlohn von einer unabhängigen Kommission bestimmen lassen, wenn er dann mal kommt. Das ist doch Illusion. Das herrschende System und seine Eliten sind so dekadent und korrupt, da wird man trotz SPD-Mindestlohn weiter zur ARGE gehen müssen um leben zu können. Diese „unabhängigen Kommissionen“ haben doch gerade die schreiende soziale Ungerechtigkeit zu verantworten: Stichpunkt „Hartz“, Stichpunkt „Riester“. Bewährte, funktionierende Lösungen werden ignoriert, stattdessen wird die Bürokratie aufgebauscht.
weiter hier
08.01.2009
Der Bundesregierung sind Kleingärtner und Hobbybauern egal.
„Bundesministerin Aigner gefährdet die gentechnikfreie Landwirtschaft”, erklärt die
agrarpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE, Dr. Kirsten
Tackmann, zur Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Frage (12/215)
über das Gentechnik-Standortregister. Tackmann weiter:
„Der Bundesregierung sind Kleingärtnerinnen und Kleingärtner egal. Wenn Hobby-
bäuerinnen und Hobbybauern auf kleinen Flächen normalen Mais anbauen, haben
sie laut der Bundesregierung kein berechtigtes Interesse, diesen gegen den
Genmais auf dem Nachbarfeld zu schützen. Daher wurden entsprechende Anfragen
über weitere Informationen durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und
Lebensmittelsicherheit (BVL) abgelehnt. DIE LINKE fordert transparente
Informationen für alle Anbauenden, egal ob es sich um wirtschaftlichen oder Hobby-
Anbau handelt.
Das Gentechnikgesetz soll die gentechnikfreie Landwirtschaft und Imkerei schützen.
Zur Sicherung der so genannten Koexistenz – das friedliche Nebeneinander von
Genpflanzen und gentechnikfreien Äckern – gibt es das Standortregister. In diesem
müssen alle Genfelder eingetragen sein. Jede und jeder hat das Recht, sich über
weitere Anbaudaten durch das BVL informieren zu lassen, wenn selbst Mais
angebaut wird. Doch das BVL verweigerte im letzten Jahr zwei Antragstellern diese
Informationen. Das ist nicht im Sinne des Gentechnikgesetzes! Koexistenz darf nicht
zu einem rein wirtschaftlichen Ziel verkommen. Sie muss die Grundlage einer
sicheren Trennung zum Schutze der gentechnikfreien Landwirtschaft und Imkerei
sein. Andernfalls würde einer schleichenden Kontamination Vorschub geleistet.“
Berlin, den 07.01.2009